THeater

URAUFFÜHRUNGEN


"RUHM"

DEUTSCHE  ERSTAUFFÜHRUNG

PREMIERE am 26. + 27. Oktober

 

Mit seiner ersten Eigenproduktion RUHM eröffnet das Theater im Zimmer die Spielzeit 2017/18 und knüpft damit an seine langjährige Tradition als Ur- und Erstaufführungsort an.  

 

Fünf Darsteller spielen Daniel Kehlmanns furiosen Episodenroman RUHM. Sieben Geschichten von Berühmtheiten und Totalversagern auf sämtlichen Kontinenten dieser Erde sind auf eine ebenso skurrile wie unerwartete Weise miteinander verwoben.

Für einen frustrierten Computertechniker öffnet sich ein verheißungsvolles Fenster in ein anderes Leben, als er auf seinem neuen Handy plötzlich Anrufe bekommt, die einem berühmten Schauspieler gelten... Eine Autorin mäßig erfolgreicher Kriminalromane erhofft sich von ihrer Reise nach Fernost ein bisschen mehr Abenteuer im Leben, vergisst ihr Ladegerät und durchlebt ohne Handy und Kontakt zur Heimat einen wahren Albtraum… Ein erfolgreicher Filmdarsteller findet Gefallen daran, sich als ein Anderer auszugeben und muss mit einem Mal feststellen, dass ihm der Zutritt zu seinem alten Leben verwehrt wird.

RUHM konfrontiert mit den Möglichkeiten und Grenzen moderner Kommunikation, mit den Reizen und Schattenseiten öffentlicher Bekanntheit und mit der Frage, was den Menschen in einer digitalen (Schein-) Welt noch individuell und unverwechselbar macht. „Was ist wirklich?" fragt Leo Richter, der Schriftsteller, „dieses Wort heißt so viel, dass es gar nichts mehr heißt“, und verwandelt den nächstbesten Menschen in eine Seiner Romanfiguren.

Für die Produktion verantwortlich zeichnet Erik Schäffler, der sowohl durch den „Hamburger Jedermann“ von Michael Batz bekannt ist (Rolle „Teufel“ und Regie) als auch durch vielfältige Eigenproduktionen und Inszenierungen bei Axensprung Theater Hamburg, Theater Triebwerk, Polittbüro Hamburg und Theater Combinale Lübeck. Seine Inszenierung „Angerichtet“ von Herman Koch war zu den Hamburger Privattheatertagen 2015 eingeladen, für „Moby Dick“ erhielt er den Bayerischen Theaterpreis 2000. Seine Theatralisierung des „Musterschüler“ (2004 auf Kampnagel) ist die einzige deutsche Theaterbearbeitung eines Stephen-King-Stoffes. Für seine RUHM-Inszenierung nutzt Schäffler ein ungewöhnliches Raumkonzept und schafft ein energiegeladenes Verwirrspiel zwischen Schein und Sein.

Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“) ist einer der bekanntesten deutschen Autoren. Er hat zahlreiche Romane und Theaterstücke verfasst und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis 2005 und dem Nestroy-Theaterpreis 2012.Im Oktober 2017 erscheint sein neuer Roman „Tyll“.
 Die Aufführungsrechte für die Theaterfassung von RUHM liegen beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg.

 

PREMIERE am Donnerstag, 26. Oktober 2017 um 20 Uhr

B-PREMIERE am Freitag, 27. Oktober 2017 um 20 Uhr

 

Weitere Spieltermine:

Samstag, 28. Oktober 2017 um 20 Uhr    |    Sonntag, 29. Oktober 2017 um 19 Uhr

Donnerstag, 2. Nov. um 20 Uhr Freitag, 3. Nov. um 18:30 Uhr mit Gespräch mit Prof. Dr. med. et phil. Danzer und Jan Ehlert (NDR)

Samstag, 4. Nov. um 20 Uhr  |  Sonntag, 5. Nov. um 19 Uhr

Donnerstag, 16. November um 20 Uhr   |   Freitag, 17. November um 20 Uhr   |   Samstag, 18. November um 20 Uhr

 

Schauspieler:

Robin Brosch   |   Tommaso Cacciapuoti    |   Tina Eberhardt   |   Mignon Remé   |   Erik Schäffler

Regie & Text: Erik Schäffler   |   Dramaturgie: Dr. Sonja Valentin

Musik: Markus Voigt    |    Bühne & Kostüm: Marcel Weinand    |   Design & Fotos: Ulrike Hartmann & Bo Lahola 

Licht & Ton: Marco Dorendorf   |   Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Nina Golde

 

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, der Hamburger Kulturstiftung, der ZEIT-Stiftung, des Ida-Ehre Kulturvereins e.V. und der IPT Immobilien-Investoren-Beratung GmbH.

 

Kartenpreise:

24 € im Vorverkauf    |   28 € an der Abendkasse   |   18 € ermäßigt für Schüler & Studenten

 


KÜNSTLERISCHES TEAM

SCHAUSPIEL

Mignon Remé

Studium Schauspiel in Hamburg und New York City. Diverse Theaterproduktionen, u. a. in „Der Hamburger Jedermann“ und in „Sonyboys“ beim „steirischen herbst“ in Graz, in „Angerichtet“ von Hermann Koch und „Ich & die Anderen“, beides im Theater Combinale in Lübeck. Zuletzt in der Axensprung-Produktion „Kampfeinsatz“ (jeweils Regie: Erik Schäffler). Sie ist Gründerin und Mitglied der Improvisationstheatergruppe „hidden shakespeare“, mit welcher sie regelmäßig in Hamburg auftritt, sowie auf diversen Festivals, u. a. in Seattle, Amsterdam, Kopenhagen und Harare, Simbabwe. In 2012 gewann sie beim Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken den Publikumspreis für ihren ersten improvisierten Kinofilm „Heiligabend mit Hase “ – den sie mit HIDDEN HITCHCOCK produzierte und in dem sie selbst auch spielte – Häufige Präsenz in TV- und Filmproduktionen.

 

SCHAUSPIEL

Robin Brosch

Schauspielausbildung an der Maria Körber-Schauspielschule in Berlin. 1996 erlangte er in Hamburg in dem Musical Buddy Holly, in welchem er über fünf Jahre die Hauptrolle verkörperte, besondere Bekanntheit. Weitere Musicals: „Titanic“, „Rocky“ und „Das Wunder von Bern“. Seit 2005 spielt er die Titelrolle im „Hamburger Jedermann“ von Michael Batz. Jüngst: Kammerspiele Hamburg: „Fast normal“ und „Ghetto Swingers“. Film und Fernsehen. Vielfältige Synchrontätigkeit.

 

SCHAUSPIEL

Tina Eberhardt

Ausbildung: 1992-1996 Zürcher Hochschule der Künste, Diplom. Engagements: zuletzt am Altonaer Theater in Hamburg 2017; 
Altes Schauspielhaus Stuttgart 2004-2017; Theater Lübeck 2013; Salzburger Landestheater 2013; Junges Ensemble Stuttgart 2009-2012; Staatstheater Karlsruhe 2010-2011; Bremer Shakespeare Company 2002-2004; Auszeichnungen: Beste Nachwuchsdarstellerin NRW 2000, Publikumspreis Altes Schauspielhaus Stuttgart 2007 und 2008.

 


SCHAUSPIEL

Tommaso Cacciapuoti

Schauspielausbildung an der Schauspielschule Maria Körber in Berlin. Zahlreiche Engagements an den Hamburger Kammerspielen, dem Mecklenburgischen Staatstheater, Theater am Kurfürstendamm, der Komödie Winterhuder Fährhaus und dem Altonaer Theater, im Polittbüro, seit 2011 auch beim Hamburger „Jedermann“.
 Stücke: „Hosen runter“ – Jubiläumsprogramm Polittbüro Hamburg 2013; „Finish“ (Solo) am Polittbüro Hamburg, Regie: Frauke Thielecke 2013; Nick in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ am Polittbüro Hamburg, Regie: Erik Schäffler 2012; „Zweimal Lebenslänglich“ von Stephen King; Hauptrolle; Regie Axel Schneider; Altonaer Theater 2012; „Sylt-Ein Irrtum Gottes“, „Pasta é basta“ und „Männerbeschaffungsmaßnahmen von Dietmar Löffler an den Hamburger Kammerspielen. „Zweifel“ von Patrick Shanley; Hauptrolle am Winterhuder Fährhaus/Kontraste 2011. Er war lange Jahre Hauptcast in Fernsehserien wie „Praxis Bülowbogen“ und „Großstadtrevier“ und spielte zahlreiche andere Film- und TV-Rollen.

 

REGIE & SCHAUSPIEL

Erik Schäffler

Gast und Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg 2009-2013; Schauspieler am Ernst Deutsch Theater Hamburg „The Effect“ 2014, „Das Boot“ als „Kaleu“ 2015 (Regie: H. Uhlemann); 2007- 2013 „Caveman“ am Schmidts Tivoli Hamburg; „Teufel“ im „Hamburger Jedermann“ von Michael Batz; JÜNGSTE REGIEARBEITEN: „Ich & die Anderen“, Theater Combinale Lübeck 2015; Angerichtet“ von Herman Koch am Theater Combinale Lübeck 2013. (eingeladen zu den Privattheatertagen in Hamburg 2014); bei Axensprung Theater: Hamburg „Kampfeinsatz“, „Weltenbrand“ 2015/16; „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ von E. Albee am Polittbüro 2012; „Hamburger Jedermann“ von M. Batz (jährlich ab 2007); Preisträger des Bayerischen 

SCHAUSPIEL: Theaterpreises 2000 für „Moby Dick“ (Text & Regie).

 

DRAMATURGIE

Dr. Sonja Valentin

1971 in Hamburg geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Journalistik in Hamburg und London. Nach dem Studium folgten diverse Theater- und Filmprojekte, u.a. mit Karin Beier, Peter Zadek und István Szabó. Nach Stationen am Gothe-Institut in London und am Wiener Burgtheater arbeitete sie als Dramaturgin an verschiedenen Theatern in Hamburg, London und Berlin. Regelmäßig führt sie Regie bei Hörbuchproduktionen und stellt Literaturprogramme für Schauspieler zusammen. 2015 erschien ihr Buch „Steine in Hitlers Fenster“ – Thomas Manns Radiosendungen Deutsche Hörer! 1940-1945. Für das Haus der Kulturen der Welt (Berlin) konzipierte sie die Veranstaltungsreihe „Tatort Schlachtfeld. Lesungen und Gespräche zum Ersten Weltkrieg“ (2015/16)

 


KOMPOSITION

Markus Voigt

Jazz-Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Musikalischer Leiter am Schmidt und am Schmidts Tivoli („Swinging St. Pauli“, „Heisse Ecke“, „Karamba“ u.a.). Von 2008-2013 Arbeit als Musikalischer Leiter, Komponist und Arrangeur am Deutschen Schauspielhaus Hamburg: („Songs from a room“, 2008, „Pünktchen und Anton“, 2009, „Die Dreigroschenoper, 2010; „Die Geschichte vom Fuchs, der seinen Verstand verlor“, 2012; „Hafenballade“, 2013). Diverse musikalische Veröffentlichungen und Produktionen und mehrere Kooperationen mit der Joop-van-den-Ende-Akademie als musikalischer Leiter („Helden von morgen“, „Talkshow total“ u.a.). Zusammenarbeit als Komponist mit Michael Batz („Speicherstadt StoryI+II“, „Das Kölner Domspiel“, „Hiev op! Requiem auf die Krane“ u.a.) und an verschiedensten Theatern. Seine Veranstaltungsreihe »Swinging Ballroom Night« findet im Stage Club in der Neuen Flora statt.Spielt in den Axensprung-Produktionen „Kampfeinsatz“, „Weltenbrand“, „Franzosenzeit“ und „Der Auswanderer“.

 

RAUMKONZEPT

Marcel Weiland

Marcel Weinand hat Bühnenbild und visuelle Kommunikation in Offenbach studiert; lebt und arbeitet seitdem in Hamburg als Bühnen- und Kostümbildner, Autor und Regisseur. Aktuelle Produktionen: „Flametti“, Lichthof Theater; Regie: Gero Vierhuff. „Honka – Frauenmörder von Altona“, Lichthof Theater, Stück/Ausstattung/Regie; „Das Leben des Ernst“, Theater Combinale Lübeck, Regie: Mignon Remé; „Kuckuck Krake Kakerlake“, Kirschkern & Compes, Ausstattung/Regie.

Auszeichnungen: Barbara-Kisseler-Theaterpreis 2017 für die Produktion „Kuckuck Krake Kakerlake“ von kirschkern & COMPES (Regie und Bühnenbild); 2015 Hamburger Kindertheaterpreis für „Immer Weiter“ (Christian Richers);

2011 Hamburger Kindertheaterpreis für „Tri Tra Trullala – Kasperl Melchior Balthasar“ (Judith Compes, Sabine Dahlhaus, Marcel Weinand); 2007 Rolf-Mares-Pries für das Bühnenbild „Woolworld“, Lichthof Theater, Regie: Maryn Stucken; 1998 Oskar-Schlemmer-Preis für Nachwuchsbühnenbildner der Frankfurter Kulturgesellschaft für ein Raumkonzept zu „Macbeth“.

 

GRAFIK

Ulrike Hartmann

Ulrike Hartmann ist in Hamburg geboren. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur klassischen Tänzerin an der Ballettschule der Hamburgischen Staatsoper und war anschließend sechs Jahre lang Mitglied des Hamburg Ballett. Weitere Engagements sowie Jahre als freie Tänzerin folgten. 1999 ging sie zusammen mit Bo Lahola nach Kanada und absolvierte ein Kunststudium an der McEwan University in Edmonton und begann ihre Tätigkeit als Grafikerin. Zurück in Deutschland gründete sie gemeinsam mit Bo eine kleine Kreativagentur für Photographie und Grafik in Hamburg. Zu ihren Kunden gehören u.a. die Hamburger Kammerspiele, das Wuppertaler Tanztheater Pina Bausch, Stefan Gwildis, Peter Schmidt, das Marine Training Center Hamburg, Neue Philanthropen Hamburg und die Lawaetz-Stiftung. Gemeinsam verfolgen sie auch eigene Kunstprojekte.

 

FOTOGRAPHIE

Bo Lahola

Bo Lahola ist gebürtiger Kanadier. Er studierte klassischen und modernen Tanz an der renommierten University of North Carolina School of the Arts (UNSCA). Seine Engagements brachten ihn nach New York, Montreal und Europa, wo er u.a. als Solist an der Bayrischen Staatsoper sowie am Opernhaus Zürich engagiert war. Während seines letzten Engagements lernte er seine spätere Frau Ulrike Hartmann kennen. In Kanada absolvierte er eine Ausbildung zum Photographen und machte sich dort später zusammen mit Ulrike selbständig. Seit 2007 führen die beiden eine kleine Kreativagentur für Photographie und Grafik in Hamburg. Schwerpunkte der Agentur sind Theaterphotographie, Portraits, Logoentwicklung, Print- und Webgestaltung. Gemeinsam verfolgen sie auch eigene Kunstprojekte.

 




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Ein wundervoller Bericht der WIEDERERÖFFNUNG von Ralph Alexowitz vom NDR Hamburg Journal:

 

www.ardmediathek.de

 

 


DER AUTOR: DANIEL KEHLMANN

Daniel Kehlmann wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. 1997 erschien sein erster Roman "Beerholms Vorstellung". Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006 sowie zuletzt dem WELT-Literaturpreis 2007 ausgezeichnet. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen, darunter "Der Spiegel", "Guardian", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Süddeutsche Zeitung", "Literaturen" und "Volltext". Sein Roman "Ich und Kaminski" war ein internationaler Erfolg, sein Roman "Die Vermessung der Welt", in bisher vierzig Sprachen übersetzt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.


Eindrücke zur ersten Leseprobe


VERGANGENE PRODUKTIONEN

+ Monica Bleibtreu Preis GEWINNER für die beste Komödie +

PRIVATTHEATERTAGE präsentiert "Das Abschiedsdinner"

 

Metropoltheater, München

von Matthieu Delaporte & Alexandre de La Patellière

Deutsch von Georg Holzer

Regie: Philipp Moschitz

Bühne: Sanna Dembowski / Philipp Moschitz

Kostüm: Sanna Dembowski

Mit Dieter Fischer, Winfried Frey, Judith Toth

 

Dem Durchschnittspaar Pierre und Clotilde mangelt es vor allem an einem: Zeit. Um sich nicht immer wieder mit mittlerweile eher lästig und uninteressant gewordenen Freunden treffen zu müssen, greifen beide die Idee ihres Freundes Boris auf: noch einmal groß aufkochen, den besten Wein servieren, von den guten alten Zeiten schwärmen, fertig ist das perfekte „Abschiedsdinner” für die ahnungslosen Freunde, bei denen man sich danach nie wieder melden wird. Das erste Opfer ihrer zeitoptimierenden Maßnahme ist Antoine. Leider kennt er selbst auch die Idee des „Abschiedsdinners” und bemerkt sehr schnell, dass ihm gerade sein eigenes serviert werden soll.

Während Pierre und Clotilde verzweifelt versuchen, sich aus der peinlichen Situation herauszuwinden, beginnt Antoine, mit allen Mitteln um seine Freundschaft mit Pierre zu kämpfen. Dabei bringt er nicht nur dessen Ehe, sondern auch so manche vermeintliche Wahrheit ins Wanken …

„(…) Irgendwie balancieren Moschitz und sein Trio schwindelfrei zwischen heimischer Brettl-Bühne und pointensattem Boulevard. Und buddeln schließlich unter kracherter Farce die versteckte Seelen-Botschaft hervor. ” (Münchner Merkur)

 

„Theatermenschen persönlich“  – jeweils 30 Min. vor Vorstellungsbeginn

Vor jeder Vorstellung haben Sie Gelegenheit, die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen – ob Regisseur/in, Schauspieler/in oder Intendant/in. Erfahren Sie alles rund um die Produktionen, die für den MONICA BLEIBTREU PREIS nominiert sind.

Moderation: Jan Ehlert (NDR Kultur)

 

 



URAUFÜHRUNG "WHISKEY AND SUGAR"

 

Liebe Theaterfreunde,

endlich ist es wieder da! Das traditionsreiche „Theater Im Zimmer“ eröffnete am 6. Oktober 2016 mit der Uraufführung und führt damit seine 47 Jahre lange Tradition als Theater fort.

 

Seit 1829 steht die schöne Villa, die unser Theater beherbergt, an der Alster im Herzen Hamburg. In den letzten Jahren hat mein Vater die Räumlichkeiten aufwendig renoviert und jetzt darf ich, seine Tochter, dieses Haus im neuen Glanz wiedereröffnen.  Es ist somit ein bisschen, wie zu den Anfängen des Theaters – der Vater übergibt an die Tochter.

Seit 1952 wurde hier Theater gespielt, damals unter der Leitung von Helmuth Gmelin. Doch zu einer Institution wurde das Theater unter der Leitung seiner Tochter Gerda Gmelin, die 1959 - nach dem Tode ihres Vaters - die Intendanz des Hauses übernahm. 

40 Jahre lang führte sie das Theater und machte es zu einem der wichtigsten Privattheater Hamburgs, wenn nicht sogar Deutschlands. Besonders zeitkritische Stücke und Gmelins Mut zum Experiment zeichneten die Spielzeiten aus. Stücke von Eugene Ionesco, Harold Pinter oder Franz Xaver Kroetz feierten hier ihre deutsche Erstaufführung. Berühmte Schauspieler wie Ulrich Wildgruber und Boy Gobert oder auch Regisseure wie Hans Neuenfels oder der kürzlich leider verstorbene Hans Peter Kurr begannen ihre Karriere an diesem Theater.

Fast 20 Jahre nach der Schließung des Theaters im Jahre 1999, freue ich mich sehr, dass das Theater im Zimmer jetzt endlich wieder seine traditionelle Rolle übernimmt und modernes Theater mit neuen Stücken zeigt. Besonders stolz bin ich darauf, die Spielzeit mit einer Uraufführung eröffnen zu können und somit an die Tradition von Gerda Gmelin anzuknüpfen.

 



"WHISKEY AND SUGAR"


 

Eine berühmte Schauspielerin ist gestorben. An ihrem Grab steht deren Tochter Carolin, die zu ihrer Mutter in den letzten Jahren kaum Kontakt hatte – Sie ist alleine, Trauergäste gibt es nicht, der Bestatter fehlt und in wenigen Minuten beginnt die Urnenbestattung. Da entdeckt Carolin, dass die Urne ihrer Mutter völlig anders aussieht als bestellt. Wo ist die richtige Urne und wer ist die Frau, die plötzlich neben ihr steht? Sie behauptet die beste Freundin der Mutter zu sein, doch Carolin hat sie noch nie gesehen. Warum weiß die Fremde so viel von dem Star, was deren Tochter vollkommen unbekannt ist? Stimmt es überhaupt, was die Fremde behauptet? Können Erinnerungen lügen, gibt es eine falsche Wahrheit und warum ist die neue Urne so hässlich? Und dann bleibt da noch die Antwort auf die Frage: „Wo sind die Teddybären“?

Die wunderbar böse Komödie „Whiskey and Sugar“ ist das spannende und sehr witzige Duell um die Deutungshoheit eines Lebens – Zwei Frauen kämpfen um ihre Sicht auf das Leben und um die Liebe einer Frau – der Mutter und Künstlerin, deren Asche sich nicht wehren kann.

„Whiskey and Sugar“ von Mike Sage ist eine deutsche Uraufführung mit Marion

Elskis und Heike Falkenberg in den Hauptrollen.